DFG-Projekt »Soziokultureller Wandel im hellenistischen Priene«

Das Projekt »Soziokultureller Wandel im hellenistischen Priene« wird seit Juli 2008 im Rahmen des Schwerpunktprogramms 1209 "Die hellenistische Polis als Lebensform" von der DFG gefördert. Es untersucht am Beispiel der kleinasiatischen Stadt Priene die Entwicklung der hellenistischen Polis von einem demokratischen Bürgerstaat mit außenpolitischem Souveränitätsanspruch zu einer von Notabeln dominierten Provinzstadt des Imperium Romanum.

Modell von Priene in der römischen Kaiserzeit
(Antikensammlung, Staatliche Museen zu Berlin, Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz)

Anhand der reichen epigraphischen Dokumentation soll dem Wandel der kollektiven Vorstellungen über die Polis und ihre Bürger, der Rolle polisübergreifender Integrationskreise, den Modalitäten sozialer Integration, aber auch den Symptomen sozialer Ungleichheit und der Rolle der politischen Elite nachgegangen werden. Die aus einer systematischen Analyse der Inschriften gewonnenen Erkenntnisse werden mit den Ergebnissen der archäologischen Forschung verknüpft und sollen in Form einer zusammenfassenden Monographie dargestellt werden.

Priene, Rekonstruktion der hellenistischen Stadt 150-30 v. Chr. (Hoepfner - Schwandner, Haus und Stadt, 1986, Abb. 184)